Bewältigungsstrategie

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Bewältigungsstrategie, Copingstrategie, Coping (von englisch to cope with, „bewältigen, überwinden“) bezeichnet die Art des Umgangs mit einem als bedeutsam und schwierig empfundenen Lebensereignis oder einer Lebensphase.

Beschreibung

Die Soziale Arbeit setzt Bewältigungsstrategien ein und entwickelt sie durch Techniken und systemische Betrachtungsweisen fort. Aus den Bewältigungsversuchen von Belastungen können sich personale Lernprozesse ergeben, die neue Kompetenzen aufbauen, die somit Entwicklungsschritte und personale Ressourcen für das zukünftige Leben darstellen[1]. Uwe Schaarschmidt spricht von Bewältigungsmustern im Zusammenhang mit der Bearbeitung des beruflichen Burnouts bei Lehrern (Bewältigungsmuster im Lehrerberuf; S. 378f)[2].

Im medizinischen Sinne bezeichnet Coping das Bewältigungsverhalten von Menschen mit chronischen Krankheiten und Behinderungen.

Copingstrategien sind auch die von Elisabeth Kübler-Ross und anderen postulierten Trauerphasen.

Es kann zwischen adaptiven und maladaptiven Copingstrategien unterschieden werden (auch als funktionale bzw. dysfunktionale Coping-Strategien bezeichnet). Adaptive Copingstrategien tragen zu einer langfristigen und nachhaltigen Lösung eines Problems bei, während bei maladaptiven Copingstrategien der Ablenkungscharakter im Vordergrund steht.[3] Eine wichtige Theorie zu Coping bzw. Stressbewältigung wurde von Richard Lazarus durch das Stressmodell von Lazarus beschrieben.

Ein psychologischer Test zur Messung des Umgangs mit Stress (COPE) wurde 1989 von Charles S. Carver entwickelt.[4] Er erfasst 14 unterschiedliche Coping-Strategien und wird sehr häufig für die Erforschung der Ursachen von Stress und deren Bewältigung eingesetzt.[5]

Praxis

  • Pädagogik: Ziel bei der Konfrontation des Individuums mit Bewältigungsaufgaben ist die Herausbildung einer besonderen (spezifischen) Fähigkeit, künftige schwierige Situationen besser zu meistern. Mit der Bewältigung verbinden Pädagogen zudem die Erwartung eines Lerneffekts: In Zukunft sollen schwierige Situationen besser als bisher bearbeitet werden. Auf die Dauer soll sich eine spezifische Kompetenz (der Bewältigung schwieriger Situationen) in diesem Sinne entwickeln.
  • Zudem verbindet man in der Pädagogik (z. B. Kollegschule NRW; Erzieher/innen-Ausbildung) damit die Erwartung, dass eine dem Alter entsprechende Entwicklungsaufgabe (Robert J. Havighurst) gelöst wird. Der Erwerb entsprechender Kompetenzen ermögliche dann die Bewältigung der nächstfolgenden Entwicklungsaufgabe. Auch ist der Verlauf einer Ausbildung mit der Bewältigung verschiedener Entwicklungsaufgaben verbunden, die nacheinander bearbeitet und bewältigt werden müssen - die letzte Entwicklungsaufgabe wäre die Professionalisierung, die noch in die letzte Phase der Ausbildung hineinragt (Andreas Gruschka).
  • Psychotherapie: Der Patient/Klient wird befähigt, zukünftig mit schwierigen Situationen umzugehen, die für seine Weiterentwicklung von Bedeutung sind. War sein Problem bisher, dass der Patient dazu nicht in der Lage war, soll er zukünftig mit Gewinn (schwierige) Probleme zur eigenen Zufriedenheit und selbständig (d. h. in eigener Regie) bearbeiten und lösen können.

Wichtig ist die Methodik dieser Konfrontation des Individuums mit Aufgaben/schwierigen Situationen. Sowohl in der Pädagogik als auch in der Therapie könnte das Risiko der Überforderung des Individuums bestehen, die u. U. einen Rückfall eher als einen Lernfortschritt zur Folge haben könnte.

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. (Faltermaier/Mayring/Saup/Strehmel: Entwicklungspsychologie des Erwachsenenalters. 3. Auflage. Kohlhammer, Stuttgart 2014, S. 98)
  2. (in Detlef H. Rost: Handwörterbuch Pädagogische Psychologie, Beltz PVU, 2001; S. 373 ff)
  3. Coping im PflegeWiki
  4. Carver, C. S., Scheier, M. F., & Weintraub, J. K. (1989). Assessing coping strategies: A theoretically based approach. Journal of Personalityand Social Psychology, 56, 267-283.
  5. Brief COPE, Englische Original-Items des COPE

Literatur

  • Andreas Krapp, Bernd Weidenmann (Hrsg.): Pädagogische Psychologie: ein Lehrbuch. 5. Auflage, Beltz, PVU, Weinheim 2006, S. 370ff, ISBN 978-3-621-27564-4.
  • August Flammer: Erfahrung der eigenen Wirksamkeit: Einführung in die Psychologie der Kontrollmeinung. Huber, Bern / Stuttgart / Toronto 1990, ISBN 3-456-81942-0.



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BurnOut-Therapie München

Ass. Johannes M. Krüger arbeitet in München als Heilpraktiker für Psychotherapie.
Er betrachtet bei die Situation seiner Klienten nicht nur distanziert von außen, sondern kann auch vielfach auf Grund seiner Lebens- und Berufserfahrung besondere Problemstellungen aus deren beruflichen Tätigkeiten nachvollziehen.
Sein Ansatz ist, dem Ratsuchenden mit einer für ihn persönlich passenden Methode "Hilfe zur Selbsthilfe" zu geben und ihn zu unterstützen, damit der Prozess der "Problembewältigung" nicht von außen kommt, sondern durch und mit eigener Kraft durchlaufen werden kann.
Die Schwerpunkte im Beratungs- und Therapiebereich liegen bei:
– Modifizierte Stressbewältigung nach HeartMath®
– Integrativer Ansatz mit Elementen der Gesprächs- und Verhaltenstherapie
– EMDR

im Bereich der Energetischen Psychologie bei:
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